Angriffe auf Wahlplakate und Parteimitarbeiter in Berlin nehmen zu
Angriffe auf Wahlplakate und Parteimitarbeiter in Berlin nehmen zu
In Berlin kam es am Wochenende zu zahlreichen Angriffen auf Wahlplakate und Parteimitarbeiter im Vorfeld der Wahl zum Abgeordnetenhaus. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt in mehreren Fällen von Sachbeschädigung und Übergriffen.
In verschiedenen Berliner Bezirken wurden am Wochenende zahlreiche Wahlplakate beschädigt, zerstört oder angezündet. Betroffen waren nahezu alle größeren Parteien. Im Bezirk Reinickendorf wurden beispielsweise Plakate der CDU und SPD mit beleidigenden Schriftzügen und Symbolen besprüht. In Schöneberg und Köpenick rissen Unbekannte Plakate von Laternenmasten, zerschnitten sie oder setzten sie in Brand. Auch Lichtmasten wurden dabei beschädigt. In Charlottenburg wurde ein SPD-Plakat mit nationalsozialistischen Symbolen beschmiert.
Neben den Sachbeschädigungen kam es auch zu Übergriffen auf Parteimitarbeiter und Wahlkampfhelfer. Im Prenzlauer Berg wurde ein Mitarbeiter der AfD verbal beleidigt, während eine Parteikollegin angab, von einem Mann am Arm festgehalten worden zu sein, der zudem Infomaterial der Partei zerriss. In Köpenick wurden drei Wahlkampfhelfer der Linken beim Anbringen von Plakaten von zwei Männern angegriffen und bedroht. Einer der Helfer erlitt dabei Verletzungen. Die betroffene Partei kündigte an, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für ihre Mitglieder zu prüfen und forderte konsequente Ermittlungen.
Die Polizei hat die Ermittlungen in allen Fällen aufgenommen. Der Polizeiliche Staatsschutz prüft, ob die Taten politisch motiviert sind. Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die angespannte Stimmung im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, die am 20. September stattfinden soll. Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf und bitten um Hinweise zu den Tätern.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
