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    Tages Monitor August 10, 2026

    EU reformiert Gesetze zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern

    Die EU hat sich auf eine umfassende Reform der rechtlichen Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern geeinigt, die neue Straftatbestände und längere Verjährungsfristen umfasst.

    In einer wegweisenden Einigung haben die Verhandlungsführer des Parlaments und des Rates der Europäischen Union am Montag neue Regelungen zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern verabschiedet. Die aktualisierte Richtlinie kriminalisiert unter anderem die Herstellung und Verbreitung von Anleitungen für Missbrauch sowie die Nutzung von Livestreams für solche Taten.

    Die Reform berücksichtigt technologische Entwicklungen und führt neue Straftatbestände ein, wie etwa die gezielte Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Erstellung von Material für sexuellen Missbrauch. Zudem wird das Reisen in ein anderes Land mit dem Ziel des Missbrauchs künftig strafrechtlich verfolgt. Auch das Grooming, also die gezielte Anwerbung von Kindern für sexuelle Zwecke, wird strenger geahndet.

    Ein zentrales Element der Reform sind die verlängerten Verjährungsfristen, die es Opfern erleichtern sollen, Missbrauch anzuzeigen. Darüber hinaus werden die Höchststrafen für verschiedene Straftaten im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern erhöht, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Die EU-Mitgliedstaaten sind zudem verpflichtet, sicherzustellen, dass kinderpornografisches Material schnell entfernt wird, um die Verbreitung im Internet zu verhindern.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

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