Ärzte und Kassen kritisieren geplante Verschärfung der Krankschreibungsregeln
Ärzte und Kassen kritisieren geplante Verschärfung der Krankschreibungsregeln
Der Koalitionsausschuss plant, dass Beschäftigte ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen müssen, was auf breite Kritik stößt.
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Blumenthal-Beier, äußerte Bedenken hinsichtlich der damit verbundenen Bürokratie und bezeichnete die Regelung als untragbar. Ärzte sollen künftig keine telefonischen Krankschreibungen mehr ausstellen dürfen, was als zusätzliche Belastung angesehen wird. Der Sozialverband VdK kritisierte die Annahme der Regierung, dass Krankschreibungen missbraucht würden. Laut Betriebskrankenkassen liegt der Anteil telefonischer Krankschreibungen lediglich bei 0,85 Prozent. Bundeskanzler Merz begründet die Verschärfung mit einem Anstieg des Krankenstands.
Aus journalistischer Sorgfaltspflicht wurde dieser Bericht zusammengefasst von: deutschlandfunk.de
