Bundesamt für Verfassungsschutz beendet Beobachtung von Scientology
Bundesamt für Verfassungsschutz beendet Beobachtung von Scientology
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat die systematische Beobachtung der Scientology-Organisation eingestellt, da diese an Relevanz auf Bundesebene verloren habe.
Die Behörde betonte jedoch, dass sie die Aktivitäten einzelner Mitglieder, die gegen die demokratische Grundordnung gerichtet sind, weiterhin beobachten werde. Scientology, 1954 von L. Ron Hubbard gegründet, wird von Kritikern als gefährliche Sekte angesehen. Der Inlandsgeheimdienst hatte die Organisation seit 1997 im Fokus, da ihr Demokratiegefährdung vorgeworfen wurde. Im Jahr 2024 zählt der BfV rund 3600 Mitglieder in Deutschland, eine Zahl, die seit 2021 stagniert. Diese Entscheidung folgt weiteren Umorganisationen im BfV, darunter die Abschaffung der Extremismus-Kategorie „Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ im April 2023.
Aus journalistischer Sorgfaltspflicht wurde dieser Bericht zusammengefasst von: sueddeutsche.de
