Nach Erdbeben in Venezuela: Machado will trotz Einreiseverbot helfen
Nach Erdbeben in Venezuela: Machado will trotz Einreiseverbot helfen
Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado kündigt an, trotz Einreiseverbot nach Venezuela zurückzukehren, um den Opfern des Erdbebens beizustehen.
Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat angekündigt, so schnell wie möglich nach Venezuela zurückzukehren, um den Menschen vor Ort nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe zu helfen. In einer Videobotschaft aus Panama warf sie der Regierung in Caracas vor, ihre Einreise zu blockieren, indem der Luftraum geschlossen wurde. Machado betonte, dass sie dennoch alles tun werde, um den Betroffenen im Land beizustehen.
Nicht nur Machado wurde die Einreise nach Venezuela verweigert. Auch mehrere internationale Rettungsteams, darunter ein medizinisches Notfallteam von ISAR Deutschland mit österreichischen Spezialisten und dem Samariterbund, mussten ihre Einsätze absagen, da ihnen keine Einreisegenehmigung erteilt wurde. Zudem berichtete die Studentenbewegung der Universidad Central de Venezuela, dass sieben Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern auf dem Weg nach Caracas beschlagnahmt wurden. Medienvertretern wurde der Zugang zum Katastrophengebiet im Bundesstaat La Guaira ebenfalls verwehrt, offiziell aus sanitären Gründen.
Die USA haben Venezuela nach dem Erdbeben Hilfsgelder in Höhe von über 300 Millionen Dollar zugesagt, um medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe und Unterkünfte zu gewährleisten. Amerikanische Militäreinheiten sind im Katastrophengebiet im Einsatz, um Infrastruktur wie den Flughafen und den Seehafen von La Guaira zu reparieren. Unterdessen steigt die Zahl der Todesopfer weiter an: Laut Parlamentspräsident Jorge Rodríguez wurden bis Montag 1719 Tote bestätigt, mehr als 5000 Menschen sind verletzt, 15.000 obdachlos, und Zehntausende werden weiterhin vermisst.
Quelle: faz.net
