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  • Demonstrationen gegen illegale Migranten in Südafrika eskalieren – Plünderungen und Festnahmen

    Tages Monitor Oktober 11, 2026

    Demonstrationen gegen illegale Migranten in Südafrika eskalieren – Plünderungen und Festnahmen

    In mehreren südafrikanischen Städten kam es am 30. Juni zu Demonstrationen gegen illegale Migranten, die in gewalttätigen Ausschreitungen und Plünderungen mündeten.

    Am 30. Juni fanden in mehreren Großstädten Südafrikas Demonstrationen gegen illegale Migranten statt, die von der Bürgerbewegung ‚March and March‘ organisiert wurden. Die Proteste, die in Städten wie Johannesburg, Durban und Kapstadt abgehalten wurden, forderten die Ausreise aller undokumentierten Migranten aus dem Land. Trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen kam es am Rande der Märsche zu gewalttätigen Übergriffen, bei denen Demonstranten Häuser und Geschäfte von Migranten stürmten und plünderten. In der Provinz Kwazulu-Natal nahm die Polizei zehn Personen wegen Plünderungen und Einbrüchen fest.

    Die Bewegung ‚March and March‘, angeführt von Jacinta Ngobese-Zuma, hatte den 30. Juni als Stichtag für die Ausreise aller undokumentierten Migranten festgelegt. Nach Angaben südafrikanischer Behörden haben in den vergangenen Wochen mehr als 25.000 Migranten das Land verlassen oder wurden abgeschoben. Neben illegalen Migranten entschieden sich auch viele legale Einwanderer aus Angst vor Gewalt zur freiwilligen Rückkehr. In Durban marschierten Demonstranten in traditioneller Zulu-Kriegsbekleidung, während in Kapstadt nur etwa hundert Teilnehmer gezählt wurden. Dort fand zudem eine Gegendemonstration gegen Fremdenfeindlichkeit statt.

    Präsident Cyril Ramaphosa verurteilte die Gewalt gegen Migranten und betonte, dass es keine Lösung sei, schutzbedürftige Gruppen für wirtschaftliche Probleme verantwortlich zu machen. Gleichzeitig kündigte er schärfere Einwanderungskontrollen an. Südafrika, das mit hoher Arbeitslosigkeit, Kriminalität und einer schwachen Wirtschaft zu kämpfen hat, erlebt immer wieder Wellen der Gewalt gegen Migranten, insbesondere vor Wahlen. Mehrere afrikanische Länder wie Nigeria, Ghana und Uganda haben Rückholaktionen für ihre Bürger organisiert, während Tausende Migranten aus Nachbarländern wie Malawi und Mosambik auf ihre Ausreise warten.


    Quelle: welt.de

    ✍️ AboMatrix | News-Monitor

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