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  • Paketbombe in Monaco: Ukrainer schwer verletzt, Haftbefehl gegen Verdächtige erlassen

    Tages Monitor Oktober 9, 2026

    Paketbombe in Monaco: Ukrainer schwer verletzt, Haftbefehl gegen Verdächtige erlassen

    Bei der Explosion einer Paketbombe in Monaco wurde ein ukrainischer Unternehmer schwer verletzt, die Staatsanwaltschaft hat eine verdächtige Person identifiziert und Interpol eingeschaltet.

    Am Montagabend ereignete sich in Monaco ein schwerer Vorfall, bei dem ein ukrainischer Geschäftsmann durch die Explosion einer Paketbombe schwer verletzt wurde. Die Tat ereignete sich in der Eingangshalle eines kleinen Wohnhauses, als ein Paket abgelegt wurde, das kurz darauf detonierte. Neben dem Geschäftsmann wurden auch dessen Partnerin und ein 13-jähriger Junge verletzt. Die Staatsanwaltschaft des Fürstentums hat inzwischen eine verdächtige Person identifiziert und einen Haftbefehl erlassen. Interpol wurde eingeschaltet, um die Person international zur Fahndung auszuschreiben.

    Französischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei der verdächtigen Person möglicherweise um eine Frau, die sich als Mann ausgegeben haben könnte. Auf Überwachungsaufnahmen soll die Person mit einem schwarzen Fischerhut zu sehen gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes sowie weiterer Tatbestände eingeleitet. Der Vorfall hat in Monaco und darüber hinaus für großes Aufsehen gesorgt.

    Bei dem schwer verletzten Geschäftsmann handelt es sich um den 58-jährigen Wadym Jermolajew, einen Multimillionär ukrainischer Herkunft, der früher zu den 100 reichsten Menschen in der Ukraine zählte. Jermolajew, der die ukrainische Staatsbürgerschaft vor Jahren abgegeben hat, ist Teil des sogenannten ‚Monaco-Bataillons‘, einer Gruppe von Geschäftsleuten und ehemaligen Oligarchen, die sich nach Beginn des Kriegs gegen Russland an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 unterliegt Jermolajew in der Ukraine Sanktionen aufgrund seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Krim.


    Quelle: faz.net

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