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  • Ex-Kanzleramtschef Schmidt lobt kleinere Verhandlungsrunden im Koalitionsausschuss

    Tages Monitor Oktober 8, 2026

    Ex-Kanzleramtschef Schmidt lobt kleinere Verhandlungsrunden im Koalitionsausschuss

    Wolfgang Schmidt, ehemaliger Kanzleramtschef, hebt die Bedeutung kleinerer Verhandlungsrunden für die Effizienz und den Erfolg von Koalitionsausschüssen hervor.

    Wolfgang Schmidt, der frühere Kanzleramtschef, hat in einem Interview die Arbeitsweise der aktuellen Bundesregierung im Koalitionsausschuss gelobt. Er betonte, dass die Verhandlungen in einem kleineren Kreis der Regierung geholfen hätten, ein umfassendes Paket zu schnüren. Schmidt erklärte, dass die Regierung unter Druck stand, insbesondere nach einem weniger erfolgreichen Treffen in der Villa Borsig, und nun Erleichterung spürbar sei, da ein bedeutendes Programm verabschiedet wurde.

    Schmidt hob hervor, dass Koalitionsausschüsse eine zentrale Rolle bei der Verzahnung von Regierung und Fraktionen spielen. Die Einbindung der Fraktionsvorsitzenden in die Vorbereitungen sei entscheidend, um die Ergebnisse später nicht infrage zu stellen. Dies stärke die Zusammenarbeit und verhindere Konflikte zwischen Regierung und Fraktionen. Er wies darauf hin, dass lagerübergreifende Koalitionen seit 2005 zur Norm geworden sind, was oft zu Spannungen zwischen unterschiedlichen politischen Sichtweisen führt.

    Ein zentraler Punkt des aktuellen Koalitionsausschusses war die schwierige Haushaltslage. Trotz der weiterhin geltenden Schuldenbremse und begrenzter finanzieller Mittel gelang es der Regierung, ein Paket zu schnüren, das sowohl wirtschaftliches Wachstum als auch Beschäftigung fördern soll. Schmidt verglich dies mit früheren Initiativen wie der „Agenda für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze“ der Ampel-Koalition. Er betonte, dass Kompromisse wie die Bewegung der SPD beim Kündigungsschutz und der Union bei der Reichensteuer nur durch Vertrauen und eine kleinere Verhandlungsrunde möglich wurden.

    Die Auswirkungen dieser Verhandlungsstrategie könnten weitreichend sein. Schmidt sieht in der aktuellen Vorgehensweise ein Modell für zukünftige Koalitionsausschüsse. Die Konzentration auf kleinere Verhandlungsgruppen und das Vertrauen zwischen den Partnern könnten dazu beitragen, politische Blockaden zu überwinden und schneller zu konkreten Ergebnissen zu kommen. Dies sei besonders wichtig in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und hoher gesellschaftlicher Erwartungen an die Regierung.


    Quelle: faz.net

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