El Niño: Pazifik wird zur globalen Heizung – Extremwetter weltweit erwartet
El Niño: Pazifik wird zur globalen Heizung – Extremwetter weltweit erwartet
Ein besonders starker El Niño entwickelt sich im Pazifik und könnte weltweit zu extremen Wetterereignissen führen.
Meteorologen warnen vor einem außergewöhnlich starken El Niño, der sich derzeit im Pazifik aufbaut. Das Wetterphänomen, das durch eine Erwärmung der Meeresoberfläche im tropischen Pazifik gekennzeichnet ist, wird voraussichtlich globale Auswirkungen haben. Experten prognostizieren Extremwetter wie Dürre im Amazonasgebiet, Hitzewellen, Starkregen und verheerende Waldbrände in verschiedenen Teilen der Welt, darunter Südamerika und Asien.
El Niño ist ein wiederkehrendes Klimaphänomen, das alle zwei bis sieben Jahre auftritt und durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre verursacht wird. In der aktuellen Folge des Podcasts „11KM – der Tagesschau-Podcast“ erklärt Anna Küch, wie El Niño mit dem Klimawandel zusammenhängt und welche Folgen dies für Europa und Deutschland haben könnte. Laut Küch könnten auch hierzulande Wetterextreme wie Hitzewellen und Starkregen zunehmen, da die globale Erwärmung die Intensität von El Niño verstärkt.
Die deutsche Regierung hat den Klimafonds ins Leben gerufen, um die Folgen der Klimakrise, einschließlich der durch El Niño verursachten Extremereignisse, abzumildern. Allerdings wird kritisiert, dass die bereitgestellten Milliardenbeträge nicht effektiv für den Klimaschutz eingesetzt werden. Eine frühere Folge des Podcasts „11KM“ beleuchtete dieses Thema und stellte die Frage, ob der Klimafonds tatsächlich seinen Zweck erfüllt. Experten fordern eine zielgerichtetere Verwendung der Mittel, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel und Extremwetter zu stärken.
Die Auswirkungen von El Niño sind nicht nur auf die betroffenen Regionen begrenzt, sondern haben globale Konsequenzen. Neben den direkten Wetterereignissen könnten auch wirtschaftliche und soziale Folgen entstehen, etwa durch Ernteausfälle, steigende Lebensmittelpreise und Migration. Wissenschaftler betonen die Dringlichkeit, internationale Maßnahmen zu ergreifen, um die Folgen des Klimawandels zu mildern und sich besser auf wiederkehrende Phänomene wie El Niño vorzubereiten. Die aktuelle Podcast-Folge von „11KM“ bietet eine umfassende Analyse und ist über ARD Sounds verfügbar.
Quelle: tagesschau.de
