Steinmeier fordert Zusammenhalt und klare Lösungen in Migrationsdebatte
Steinmeier fordert Zusammenhalt und klare Lösungen in Migrationsdebatte
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor Ausgrenzung und Spaltung in der Gesellschaft gewarnt. Zugleich rief er die Politik dazu auf, Herausforderungen der Migration entschlossen anzugehen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich mit eindringlichen Worten gegen die gesellschaftliche Spaltung durch Ausgrenzung gewandt. Bei einer Veranstaltung in Berlin betonte er, dass das deutsche Volk, im Sinne des Grundgesetzes, auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einschließe. Versuche, die deutsche Identität in Kategorien oder Abstufungen zu unterteilen, seien mit der demokratischen Ordnung nicht vereinbar, so Steinmeier. Er appellierte an die Bevölkerung, Spaltungsversuchen entgegenzutreten und sich für ein Miteinander einzusetzen.
Steinmeier verwies auf Gespräche mit Betroffenen, die ihre Sorgen über Ausgrenzung und Angriffe geäußert hätten. Solche Erfahrungen könnten zu Angst und schlaflosen Nächten führen, warnte der Bundespräsident und forderte ein wachsames Eingreifen der gesamten Gesellschaft. Deutschland solle sich für Zusammenhalt statt Ausgrenzung entscheiden und der Ideologie einer völkischen Abschottung klar eine Absage erteilen.
Gleichzeitig sprach Steinmeier die Herausforderungen im Zusammenhang mit Migration und Integration an. Zuwanderung bringe dem Land einerseits Stärke, koste andererseits jedoch auch Kraft, erklärte er. Er machte darauf aufmerksam, dass alteingesessene Bürger sich mitunter durch Migration überfordert fühlten. Dies führe zu einem Vertrauensverlust in das Zusammenleben. Die Politik sei nun gefordert, rasch und entschlossen zu handeln, um bestehende Probleme anzugehen und Lösungen zu finden. Die Veranstaltung, bei der Steinmeier sprach, widmete sich den Chancen und Herausforderungen der Integration in Deutschland.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
